von Dr. Hanns-Konrad Kuhmann | März 1, 2010 | Kariologie, Zahnzwischenraum, Zahnzwischenraumkaries
Am Weisheitszahn 28 wurde bei einem Kontrollröntgen schon vor zweieinhalb Jahren eine Zahnzwischenraumkaries festgestellt. Die dringend angeratene Behandlung hatte der Patient auf die lange Bank geschoben.
Röntgen vom September 2007:

Heute, Anfang März 2010, fand die Behandlung statt. Klinisch zeigt sich von außen ein beinahe unauffälliges Bild. Nur das durchschimmernde Braun macht skeptisch. Der Patient hatte keine Zahnschmerzen und der Zahn reagiert normal auf den Kältetest, ist also vital.
Ausgangsfoto:

Aufgebohrt sieht man schon mehr von der Karies:

Weiter aufgebohrt:

Die Zahnsubstanz ist erweicht:

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Die Karies wurde vollständig entfernt. Der Zahn wird in der folgenden Sitzung mit einer Keramikteilkrone versorgt.
von Dr. Hanns-Konrad Kuhmann | März 1, 2010 | Wurzelkanalbehandlung
Die Zähne 37 und 38 zeigten in dem Übersichtsröntgen zu kurze, alio loco gelegte, Wurzelkanalfüllungen. Der Zahn 38 weist zudem eine ausgedehnte Knochenauflösung im Bereich der Wurzelspitzen und zwischen den beiden Wurzelteilen auf. Klinisch war dieser Zahn bereits stark gelockert. Die Lockerung lässt sich allein durch die ebenso vorliegende chronische Parodontitis nicht erklären.

Bei dem Entfernen der alten Wurzelfüllungen zeigte sich eine via falsa im Bereich der Wurzelaufgabelung. Zugleich war einer der beiden mesialen Kanäle überhaugt nicht aufbereitet und vereitert:

Hier ist die Nadelmessaufnahme des vereiterten und bisher nicht instrumentierten Kanals. Der Abstand zur via falsa betrug an den Kanaleingängen weniger als einen Millimeter.

Alle Kanäle wurden bis zum Apex aufbereitet, desinfiziert und dicht gefüllt. Die via falsa wurde ebenso verschlossen.

Die Zähne haben nun eine deutlich bessere Prognose.