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Die Patientin stellte sich als Neuaufnahme mit starken Schmerzen an Zahn 47 vor. Der Zahn ist überkront und zeigt Wurzelkanalfüllungen die etwas zu kurz sind. Bei der Revision stellte sich heraus, dass es sich um Silberstifte handelte. Die Silbersifte waren nicht randständig und um sie herum konnte  ein bakterieller Biofilm wachsen.

Ausgangsröntgen mit Silberstiften:

Endorevision-37--Silberstifte-

Wir haben die Silberstifte entfernt und unter aseptischen Bedingungen die Wurzelkanäle bis zur physiologischen Konstriktion aufbereitet und desinfiziert.

Röntgen der Wurzelkanalfüllungen:

Endorevision-37-WF-

Die Prognose des Zahnes ist jetzt günstiger.

Silberstifte ermöglichen keinen bakteriendichten Verschluss der Kanalsysteme. Sie entsprechen nicht mehr dem gegenwärtigen Niveau der wissenschaftlichen Zahnheilkunde. In dem Standardwerk zur Wurzelkanalbehandlung, Cohen’s Pathways of the Pulp, heißt es dazu:

„With the introduction of rigid silver cones it became possible to easily place them to length. This resulted in clinicians often failing to properly clean and shape the canal before obturation. Treatment failures were the result of leakage and failure to remove the irritants from the root canal system. The use of silver cones today is considered to be below the standard of care in contemporary endodontic practice.“ [Cohen, S. and K. M. Hargreaves, Eds. (2011). Pathways of the Pulp, Mosby.]